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Fragen und Antworten mit William Lowe MW, Mitbegründer und Master Distiller der Cambridge Distillery.

Wie sind Sie in die Welt des Alkohols geraten?

Mit 18 begann ich, in der Wein- und Spirituosenbranche zu arbeiten, um mein Studium zu finanzieren, und war sofort von ihr begeistert. Ich widmete mich mit großer Begeisterung dem Barkeeping, nahm an Wettbewerben teil und gewann nationale Mixologie-Wettbewerbe. Ich durfte sogar der Queen im Ritz anlässlich ihres Krönungsjubiläums Drinks servieren! Nach meinem Universitätsabschluss (ich studierte Psychologie) stand ich nur 24 Stunden nach meiner letzten Prüfung wieder hinter der Bar … So begann meine Karriere.

Vom Barkeepern über die Restaurantleitung bis hin zur Arbeit für Branchenzulieferer – die Welt der Spirituosen ließ mich nicht los. Bevor ich Cambridge Distillery gründete, war ich als Branchenausbilder tätig und beschäftigte mich insbesondere mit Produktionsmethoden, Herkunft und Qualitätsbewertung von Wein und Spirituosen. Seit über zehn Jahren bin ich internationaler Juror für Wein und Spirituosen. Mein bisher größter Erfolg war jedoch die kürzlich erfolgte Prüfung zum Master of Wine – als erster Master Distiller überhaupt.

Wie hilft Ihnen die Qualifikation als Master of Wine bei Ihrer Tätigkeit als Master Distiller?

Genau darum ging es in meiner Forschungsarbeit für den Master of Wine! Ich konnte empirisch belegen, dass eine verbesserte Weinverkostung auch die Fähigkeit zur Spirituosenverkostung positiv beeinflusst. Kurz gesagt: Ich habe Wein studiert, um mein Verständnis von Spirituosen zu vertiefen. Dadurch bin ich ein besserer Verkoster, ein informierterer Produzent und ein anspruchsvollerer Genießer.

Wie kam es zu der Entscheidung, Cambridge Distillery zu gründen?

Es war bereits einige Jahre lang ein privates Projekt gewesen, bevor wir uns entschlossen, es zu einem kommerziellen Unternehmen auszubauen. Wir (meine Frau Lucy und ich) trafen diese Entscheidung im Jahr 2011, als wir auf den Wiesen rund um unser Haus spazieren gingen und uns laut fragten, warum niemand Gins mit echter Herkunftsnachweis herstellte – etwas, das bei Weinen und anderen Spirituosen so hoch geschätzt wird.
Nachdem wir bereits einige interessante und vielseitige Techniken entwickelt hatten, die es uns ermöglichten, frische statt getrocknete und lokal angebaute statt importierte Pflanzen zu verwenden, sahen wir die Chance, das damals erhältliche Produktsortiment um etwas wirklich Wertvolles zu erweitern. Wichtig war uns dabei die Möglichkeit, etwas von echter Qualität zu schaffen, anstatt nur eine weitere, vorhersehbare Reihe aromatisierter Gins zu kreieren.

Was ist das Besondere an Ihrem Destillationsverfahren und was macht Cambridge Distillery Gin so einzigartig?

Bei der traditionellen Gin-Herstellung werden Alkohol und Wacholder (sowie weitere pflanzliche Zutaten) in einer Brennblase erhitzt. Die verdampfte Flüssigkeit wird anschließend abgekühlt, und der Gin entsteht. So wird der weltweit bekannte London Dry Gin hergestellt. Was London Dry Gin so besonders macht, ist jedoch gleichzeitig eine wichtige Einschränkung: Es dürfen ausschließlich natürliche Zutaten verwendet werden. Die Einschränkung besteht darin, dass die pflanzlichen Zutaten für diese Methode auf 78 bis 100 Grad Celsius erhitzt werden müssen und viele natürliche Aromen diesen Prozess nicht überstehen.

Wir gründeten Cambridge Distillery mit dem Grundsatz, dass keine zwei Pflanzenstoffe identisch sind und daher individuell behandelt werden müssen. Wir wollten das Spektrum an frischen, natürlichen Aromen erweitern und entwickelten deshalb unser eigenes Destillationsverfahren. Wir sind zwar nicht die Einzigen, die mit Niederdruck arbeiten, aber unsere einzigartige, neuartige Vakuumdestillation ermöglicht es uns, Temperatur und Druck sowie sieben weitere Parameter individuell auf jeden Pflanzenstoff abzustimmen. So können wir selbst empfindlichste Zutaten verarbeiten und erreichen eine Präzision, die weit über die traditioneller Destillationsmethoden hinausgeht. Daher wurden wir bereits dreimal als innovativste Destillerie der Welt ausgezeichnet.

Was macht Ihrer Meinung nach einen großartigen Gin aus?

Die erste Hälfte der Antwort ist ganz einfach: Fehlerfreiheit. Das klingt selbstverständlich, und doch sehe ich in meiner Rolle als Spirituosenprüfer immer wieder schlecht destillierte Produkte, die mit minderwertigen Basisspirituosen hergestellt werden, Trübungen im Glas, die fälschlicherweise als „nicht kühlgefiltert“ getarnt werden (korrekt destillierte Produkte sollten immer kristallklar sein), und Süßungsmittel/Aromen, die auf völlig unangebrachte Weise verwendet werden.

Sobald dieses Mindestniveau erreicht ist, kommt es auf folgende Elemente an: Ausgewogenheit der Aromen, Struktur für ein angenehmes Mundgefühl und eine Komplexität, die dem Gin ermöglicht, sich im Glas zu entfalten. Genau das ist es, was einen immer wieder zu einem weiteren Schluck verführt.

Was ist der befriedigendste Aspekt Ihrer Arbeit?

Wir verschieben ständig die Grenzen der Qualität. Wir haben das Unmögliche geschafft und tun es immer wieder. Wir haben uns von der kleinsten Brennerei des Landes zu einem Branchenführer entwickelt, und der Stolz darauf ist kaum in Worte zu fassen.

Das Team, das sich uns im Laufe der Zeit angeschlossen hat, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, unsere Stimme in der Branche zu stärken. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sie alle – gerade in diesen schwierigen Zeiten – zusammenarbeiten, um das zu erreichen, was wir erreichen.